ITB Globetrotter - Hiking To Willers Alp
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Ich bin ja bekanntermaßen ein Flachlandtiroler. Bergauf und Bergab waren noch nie mein Ding und spätestens nach meiner Wanderung in den Blue Mountains in Australien war klar, dass ich niemals zum Bergsteiger werde. Für mich ist der Deich an der Nordsee schon ganz schön hoch und höhere Erhebungen bin ich schlichtweg einfach nicht gewöhnt (auch nach 2 1/2 Jahren im Allgäu nicht…).

An einem schönen Herbsttag im letzten Jahr machten wir uns trotzdem auf zu einer Wandertour. Zur Willer’s Alp sollte es gehen und das Wetter versprach uns einen goldenen Herbsttag.

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Beschwerlicher Anfang

Am Parkplatz angekommen, machten wir uns direkt auf den Weg in Richtung Berghütte. Mit schnellen Schritten – und alle Warnungen langsam zu laufen von Christian zum Trotz – wanderte ich dem Gipfel entgegen bis ich nach exakt 10 Minuten schlapp machte und nicht mehr konnte. Christian forderte mich auf mich umzudrehen und siehe da, den Parkplatz konnten wir immer noch erkennen…. Ich hatte keine Ahnung wie ich es schaffen sollte bis ganz nach oben zu kommen… (wir hatten noch ca. 600 Meter Höhendifferenz zu meistern und es lagen noch ca. 3 Stunden Wanderung bergauf vor uns…)

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Vorsicht, Wilde Fräulein!

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Nach ca. 20 Minuten erreichten wir die Unterkunft der Wilden Fräulein. Über eine Leiter kommt man sogar hoch ins 2. Stockwerk dieser bemerkenswerten Unterkunft… Ein Schild begrüßte uns und erzählte uns die Geschichte der Wilden Fräulein:

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Zum Glück gab es hier auch eine Bank mit einer tollen Aussicht auf der wir uns von den hinter uns liegen Strapazen erholen konnten. Die Aussicht über goldgelbe Bäume rüber zu den anderen Bergen ließ mich alle Anstrengungen schnell vergessen – jedoch wollte ich auch gar nicht weiter laufen. Erst nach einigen überzeugenden Worten von Christian (die Aussicht auf ein leckeres Speckbrettl und ein Glas Wein können mich eigentlich immer überzeugen…) machten wir uns wieder auf den Weg.

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Tolle Aussichten und kleine Freunde auf dem Weg nach oben

Mit dem goldgelben Herbst ging es auf dem Weg nach oben weiter. Immer wieder durfte ich anhalten um Fotos von diesem Schauspiel zu machen. Ich mag ja den Herbst eigentlich gar nicht, aber an diesem Tag war es so warm, dass es mir wie Sommer vorkam aber ich trotzdem das tolle Farbenspiel der verwelkenden Blätter bestaunen durfte.

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Wir hatten die perfekten Wandertemperaturen! Es war knapp über 20°C und sonnig so dass es weder zu warm noch zu kalt war – Ein absoluter Traum! Immer wieder begegneten wir anderen Wanderern oder kleinen Freunden aus dem Erdreich – und alle waren sie schneller und geschickter unterwegs als ich…

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Über Stock und Stein ging es immer weiter bergauf. Nach einiger Zeit wurde der Weg immer schmaler und immer beschwerlicher. An manchen Stellen war der Boden nass und die Steine glitschig aber am Ende erreichten wir doch das Ziel.

Endlich: Ankunft bei der Willer’s Alp!

Nach ungefähr 3 Stunden Wanderung kamen wir endlich an unserem Ziel an:

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Von hier hatte man auch einen traumhaften Blick auf die, weiter entfernt liegenden, schneebedeckten Gipfel und einen kleinen Bergsee. Da vergisst man ganz schnell wie anstrengend es war hier hoch zu kommen. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch immer so außer Atem, dass ich immer noch nicht sprechen konnte – Aber was will man bei einem solchen Ausblick auch schon anders sagen als Hach, ist das schön hier?

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Willer’s Alp Vesper

Nur noch ein paar Schritte entfernten uns von der Hütte und wir waren froh, dass wir noch einen Platz an der Sonne ergattern konnten. Das besondere an der Willer’s Alp ist, dass sie in keiner Form an die Welt unten angeschlossen ist. Kein Lift und keine Straßen führen hinauf. Das bedeutet auch, dass alles, was man hier oben zu Essen und zu Trinken bekommt aus eigener Herstellung stammt oder von dem hauseigenen Esel und den Haflingern nach oben getragen wurde.

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Die Alp wird von drei Brüdern betrieben die sich die meiste Zeit des Jahres hier oben aufhalten. Einer von ihnen kümmert sich um die Bewirtschaftung der Gäste, der andere um die Bewirtschaftung des Landes drum herum und der letzte läuft eben mehrmals die Woche ins Tal zum einkaufen (unvorstellbar für jemanden wie mich der froh war es ein einziges Mal im Leben hier hoch geschafft zu haben…)

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Um etwas zu Essen und Trinken zu bekommen, muss man nach oben in D’Stube hinauf. Dort bekommt man leckere Vesperplatten sowie hausgemachte Suppe. Der Schinken auf meinem Speckbrettl war fantastisch und mit einem Glas Rotwein ging es mir gleich wieder viel besser:

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Während wir da so saßen und aßen, bekamen wir Besuch vom Esel der Hütte. Das war ein lustiges Tier das offensichtlich an Menschen gewöhnt war und sich gerne von uns streicheln und fotografieren ließ:

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Nach einer Weile mussten wir dann leider wieder aufbrechen da es langsam spät wurde und wir noch vor Einbruch der Dämmerung wieder zurück ins Tal wollten. Doch bevor es wieder bergab ging, verabschiedete sich der Berg noch mit diesem tollen Bild von uns:

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Die Wanderung zur Willer’s Alp ist ein toller Ausflug, den ich dir trotz aller Strapazen wärmstens empfehlen möchte! Was dich dort oben erwartet entschädigt definitiv für alles!

Willers Alp – die harten Fakten

  • Schwierigkeit: Leicht, aber steil
  • Gehzeit: ca. 3 Stunden
  • Höhenmeter: 600m
  • Ausgangspunkt: Gaststätte Grüner Hut in Hinterstein
  • Endpunkt: Parkplatz hinter der Gaststätte Grüner Hut in Hinterstein
  • Einkehrmöglichkeit: Willers Alp
  • Anfahrt: A7 Richtung Füssen bis Oy-Mittelberg, über Oberjoch nach Hindelang und weiter nach Hinterstein. (alternativ mit der Bahn: Gute Bahnverbindung nach Oberstdorf oder Sonthofen. Dann mit dem Bus über/ab Sonthofen nach Hindelang, umsteigen in den Bus nach Hinterstein. Die Bushaltestelle an der du raus musst liegt am Kreisel beim Grünen Hut.)

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Weitere Wanderungen im Allgäu

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