Dieser Artikel enthält Werbe-Links* und/oder werbende Inhalte. Mehr dazu erfährst Du hier!


Es ist dunkel und frisch. Wir hören nur das Rattern des Grubenwagens wie er sich langsam durch den engen Schacht des Besucherbergwerks in Ramsbeck bei Meschede schlängelt. Tief geht es hinein in den Berg. Am Ende der 1,5km langen Fahrt sind wir in 300 Meter Tiefe angekommen und es friert uns ein wenig.


Metal Mine Ramsbeck, Germany

Bekleidet in einem blauen Bergwerkskittel und einem Helm beginnt hier unsere geführte Tour durch das Bergwerk mit anschließendem Dinner unter Tage. Es sieht schon ziemlich lustig aus, wie sich die ca. 60 Personen im Bergmannsoutfit zur kleinen Bahn begeben und in den engen Kabinen Platz nehmen. Schnell noch ein letztes „Glück Auf“ vom Bergwerksführer und schon geht die Fahrt los. Gesehen haben wir in den knapp 5 Minuten Fahrt eigentlich nichts. Ab und an mal ein paar Lampen die ein bisschen Licht ins Dunkel brachten und ein wenig vom massiven Berg preisgaben.

Metal Mine Ramsbeck, Germany

Metal Mine Ramsbeck, Germany

Unten im Schacht ist das schon alles ganz anders. Dort finden wir uns in einem größeren Tunnelsystem wieder welches hell erleuchtet ist. Von hier beginnt unsere Reise durch die verschiedenen Stollen des Bergwerks. Zu Fuß erkunden wir Tunnel um Tunnel. Die Luft ist feucht und kalt. Die Temperatur beträgt hier ganzjährig um die 12°C. Eine warme Jacke empfiehlt sich also bei einem Besuch.

Metal Mine Ramsbeck, Germany

Immer wieder halten wir an und hören uns die Geschichte des Bergwerks an! Noch bis 1974 wurde hier Roherz gefördert. Am 31. Januar 1974 musste das Bergwerk aber leider schließen weil es nicht mehr profitabel war. Danach wurde es in ein Besucherbergwerk umgewandelt welches noch heute existiert.

Dinner Underground at Metal Mine Ramsbeck, Germany

Dinner Underground at Metal Mine Ramsbeck, Germany
Unsere Führung endet in einem größeren Schacht welcher durch bunte Lichter toll in Szene gesetzt wurde. Musik erklingt und es fühlt sich gleich wärmer an. Überall im Schacht verteilt befinden sich große Tische an denen wir nun Platz nehmen dürfen. Im Kerzenschein wird uns unser Drei-Gänge-Menü serviert.

Der Hauptgang war unser absolutes Highlight weil es im typischen „Henkelmann“ serviert wurde – ganz im Stil der Bergwerksarbeiter. So muss es früher in der Pause gewesen sein wenn unter Tage das Essen eingenommen wurde – nur nicht mit so schöner musikalischer Untermalung und sicher auch ohne das schöne atmosphärische Licht…

Langsam wird es trotz Essen dann doch wieder kalt. Wir beginnen zu frösteln aber bevor es unangenehm wird werden wir auf den letzten Teil unserer Führung geschickt und nach einer weiteren halben Stunde sitzen wir wieder in unserem Grubenwagen und machen uns auf den Weg raus aus dem Schacht – um einige Erfahrungen und einiges an Wissen bereichert.

Bis auf das zwischenzeitliche Frösteln war es wirklich ein schöner und außergewöhnlicher Abend. An so einem ungewöhnlichen Ort haben wir noch nie gegessen und so eine ansprechende und lehrreiche Führung hatten wir auch schon lange nicht mehr – allein unserer Gruppenführer war den Besuch wert (ein echtes sauerländer Unikat mit ganz eigenem Charakter und Dialekt).

Wer jetzt Lust bekommen hat auf mehr, der kann sich hier über Führungen informieren.

Was war der außergewöhnlichste Ort an dem du jemals gegessen hast? Verrate es uns in den Kommentaren!